Künstliche Befruchtung diskriminiert Schwule

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„Das RKL vertritt Christina und Daniela Bauer, ein lesbisches Paar, das in Oberösterreich lebt. Eine der beiden Frauen möchte gern durch künstliche Befruchtung ein leibliches Kind zur Welt bringen. Allerdings wurde die medizinisch unterstützte Fortpflanzung in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gleichzeitig mit der Einführung der Eingetragenen Partnerschaft verboten. Dagegen klagen die beiden Frauen vor dem Verfassungsgerichtshof.

In der von Bundeskanzler Werner Faymann persönlich unterschriebenen Stellungnahme verteidigt die Regierung allerdings „mit allen juristischen Tricks“ die derzeitige Regelung, so RKL-Präsident Helmut Graupner. Nach der derzeitigen Rechtslage müssen Beschlüsse im Ministerrat einstimmig gefasst werden – diese Stellungnahme wurde also auch von allen SPÖ-Ministerinnen und Ministern gutgeheißen.

So argumentiert die Bundesregierung, dass die beiden Frauen von dem Verbot gar nicht „unmittelbar und aktuell betroffen“ seien, da sie nicht fortpflanzungsfähig seien – also auch bei Sex mit einem Mann kein Kind zeugen könnten. Außerdem dürfte lesbischen Paaren die medizinisch unterstützte Fortpflanzung auch deshalb nicht ermöglicht werden, weil dadurch schwule Paare diskriminiert werden würden, da sie so keine Kinder bekommen könnten, so die Stellungnahme der Bundesregierung.“

Das schlägt echt dem Fass den Boden aus. Eine völlig neue Betrachtung von Gebärneid. 😆 Die Ösis spinnen doch echt.

Gefunden beim Doc, der hat es von hier.


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  1. Oh my…ich bin zwar ein Ösi aber echt nicht stolz drauf, wenn es um solche Artikel bzw. Rechte generell geht. *augenroll* *ärger*

    @Jasmin: loooool *high five*

    DANKE für das Aufmerksammachen darauf.

    Ich komme jeden Tag auf euren Blog. WEITER SO!!

  2. Hi!
    Dani hat heute zufällig eure Webseite gefunden. Erstmal: Super! Noch eine informative Seite mehr =)
    Zweitens: Wir sind die, um die es in diesem „lustigen“ Artikel geht. Und wir waren auch ziemlich entsetzt über die Stellungnahme der Bundesregierung (v.a. weil die SPÖ ja immer für unsere Rechte eintreten wollte, aber jetzt fällt sie schon von ganz alleine um).
    Das schöne ist, mit Helmut Graupner haben wir einen Anwalt, der diesen Leuten argumentativ weit überlegen ist. Es ist jedesmal ein Genuß, seine Repliken zu lesen ;o)
    Hier ein Ausschnitt aus der letzten Replik, fand den Satz total geil:
    >>Tatsächlich ist nämlich der Samen der Zweitantragstellerin nicht fortpflanzungsfähig. Sie hat nämlich gar keinen. Die Voraussetzung des § 3 Abs. 2 zweiter Halbsatz Fortpflanzungsmedizingesetz erfüllen die Antragstellerinnen sohin zweifellos.<<
    Super, oder?
    Und jetzt hoffen wir mal, daß der VfGH vernünftiger ist und wir was erreichen. Für alle Lesben mit Kinderwunsch!
    LG,
    Christina+Dani

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