Zwei Mütter wären ideal

Standard

sagt die Überschrift eines Artikels bei Stern.de. 🙂

Hintergrund des Artikel ist die geplante Verlängerung der Vätermonate (die man ja auch lapidar Partnermonate nennen könnte) und damit verbunden die Aussage unserer neuen Familienministerin bei Beckmann: „Ich bin der festen Überzeugung, für das Kind ist es am besten, wenn es sowohl Vater als auch Mutter erlebt. Und darum sind die Vätermonate wirklich etwas, was dem Kind dient.“

Diese Begründung entspricht zweifellos dem Bauchgefühl nicht weniger Mitbürger: Ein Kind braucht Mutter und Vater, alles andere kann doch nur eine Notlösung sein. Dieses Stereotyp gilt schon deshalb, weil wir alle eine Neigung haben, das zahlenmäßig Überwiegende auch für das Richtige zu halten. Kommen noch starre Weltbilder dazu, religiöse zum Beispiel, wird aus „richtig“ schnell „allein richtig“ oder gar „von Gott gewollt“. Und darum löst die Frage nach der besten Familienstruktur für das Wohl des Kindes auch heute noch ganz schnell einen Kulturkampf aus.

Zwei Soziologen auf der anderen Seite vom Teich haben sich die Mühe gemacht, alles an Studien zusammen zutragen was greifbar war und sind wohl insgesamt auf 81 Arbeiten gekommen, die sie aber nur sehr differenziert miteinander vergleichen konnten.

Judith Stacey kommt zu dem Schluss: „Für Kinder ist die beste Familie eine, in der sie verantwortungsbewusste, engagierte und verlässliche Eltern erleben. Im Schnitt sind zwei Elternteile besser als einer. Aber eine wirklich gute Mutter oder ein ebenso guter Vater allein sind für ein Kind immer noch besser als zwei nicht so gute Elternteile. Das Geschlecht der Eltern spielt nur unter Gesichtspunkten eine Rolle, die keine Rolle spielen.“

Am besten gefällt mir dieser Absatz: 😆

Müssten sie ein Idealmodell nennen, so Biblarz und Stacey, dann hätte es nach dem Stand der Forschung ein Kind mit zwei sorgenden Müttern wohl am besten. Denn Frauen sind beim Einsatz für den Nachwuchs alles in allem, und nur im statistischen Mittel, ein bisschen mehr bei der Sache als Männer.

Hier gehts zum Artikel bei Stern.de

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  1. „… ein bißchen mehr bei der Sache als Männer“

    Zumindest in unserem Bekanntenkreis ist das sehr wahr. Auch wenn es dort wirklich tolle Männer bzw. Väter gibt, sind doch die Mütter immer diejenigen die die Betreuungshauptlast tragen und auf KiTa, Kindergarten oder wechselweise Schulweisen auftauchen und mitwirken (übrigens auch die arbeitenden Mütter). Naja und wenn ich uns so betrachte, dann finde ich, dass wir die Sache sehr gleichmäßig verteilen und bewerkstelligen. Da gibt es eben keine besonderen Zuständigkeiten. So lernt man sein Kind eben in allen Lebensbereichen gut kennen und das ist wohl auch das Optimum, oder?

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