Nachtcafe auf SWR von Freitag

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ginge ja diesmal um das Thema „Projekt Wunschkind“ und wie Bärbel ja in Ihrem Blog verraten hat, war sie mit dabei. Wir hatten es am Freitag gesehen und nachdem jetzt auch die Wiederholungen auf den diversen Digitalsendern durch sind, ist es seit heute auch auf den Seiten des SWR als Video hinterlegt. (Klick aufs Bild)

nachtcafe

Ich fand den Beitrag von Bärbel klasse und bin sehr froh, dass sie sich dafür „hergegeben“ hat. Selbst bin ich für sowas nicht geschaffen. Ich würde kein Wort rausbekommen.

Die anschließende Diskussion war ganz gut und auch fair, ich kann jeden Standpunkt verstehen, auch wenn ich selbst anders handeln würde.

Wir hatten anschließend noch unsere Diskussion darüber, WIEWEIT wir gehen würden. Wahrscheinlich aber schon aus dem Grund nicht ganz soweit, weil uns als Lesbenpaar doch relativ häufig ein Riegel vorgeschoben wird. Ich meine gelsen zu haben, das Tschechien unsereins eh nicht behandelt.

Wer mich geärgert hat, war das Spenderkind. Ich verstehe ihre Verärgerung. Mit Mitte 20 durch Zufall beim Sichten der Brieftasche des verstorbenen Vaters anhand der Blutgruppe festzustellen, dass er unmöglich der biologische Vater sein kann, das ist ohne Frage hart.

Aber genau das wird bei unseren Regenbogenfamilien nie passieren. Selbst wenn sich die Mütter für eine anonyme Samenspende entscheiden, aus welchen Gründen auch immer, diese Kinder wachsen von Anfang an mit dem Wissen um ihre Entstehung auf. Und dann haben diese Kinder auch meist kein Problem damit.

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  1. Das Problem mit dem Rausfinden, war bei ihr – meiner Meinung nach – dass es auch noch in einer Extremsituation passiert. Erst stirbt der Vater und dann im Zuge dessen, bekommt sie die Brieftasche vererbt und stellt dann fest, dass der Vater den sie geliebt und eben erst verloren hat, nicht ihr Vater war. Das ist mit Sicherheit hart, wäre aber vermutlich nicht so traumatisierend gewesen, wenn sie nicht sowieso gerade eine schwierige Zeit durchgemacht hätte und wenn ihr Vater noch da gewesen wäre. Ich kann ihre Wut sehr gut verstehen. Ich finde auch, dass sie im TV noch viel bitterer und wütender rübergekommen ist, als sie in echt war. Hat mich aber sehr in unserer Wahl für einen Ja-Spender bestärkt, was ich ihr auch gesagt habe und worüber sie sich gefreut hat.

  2. Das kann ich bestätigen. Ich wusste von Anfang an, dass ich einen „Papa 1“ (also den Erzeuger) und einen „Papa 2“ (mein Stiefvater) hatte. Somit kam ich nie in die Situation wie die o.g. Frau. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie es wäre, wenn ich dies nicht von Anfang an gewusst hätte und ich diese Tatsache erst später (durch einen dummen Zufall) herausgefunden hätte…schwierig… *nachdenk*

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