2 Mamas auf dem Weg zur Regenbogenfamilie


Katze im Sack die Zweite
Montag, 9.November 2009, 7:24
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Unser Wochenende kann man einerseits turbulent, anderseits gemütlich nennen.

Aber von vorn.

Wie geplant hatten wir für meine Frau den Spender für Samstag abend zu uns gebeten. Nachdem ich den ganzen Freitag mit fiesen Schmerzen in den Eierstöcken gesegnet war, habe ich am Freitag abend dann mal flugs einen Ovustest gemacht, der nach dem Schall vom Donnerstag völlig überraschend eine mehr als deutlich Linie zeigte. Für diese Schmerzen aber mehr als passend. Ich kenne doch meinen Körper, da ist was. Samstag war die Linie nicht nur deutlich, sie war auch mehr als positiv. Also haben wir uns die Portion unseres Spenders am Abend schwesterlich geteilt und eine jede von uns lag den Rest des Abends auf dem Sofa mit Beinen hoch. Am Sonntag nachmittag dann das gleiche Spiel nochmal. Wir hatten ihn wegen nochmal zur Tat gebeten wegen seiner momentan nicht gerade opulenten Spermamengen. Damit bei uns beiden auch was ankommt. ;)

Nun gehe ich doch wie gaplant heute nachmittag nochmal zum Ultraschall und lass meine Gyn reingucken. Entweder sieht sie heute dann hoffentlich Follis kurz vorm Sprung oder zumindest einen Gelbkörper vom gehüpften Folli.

Kriegen wir beide all Eure Daumen?



Kein Echovist mehr dieses Jahr

:(

Wir hatten Anfang des Monats von unserer Gyn eine Überweisung zur Eileiteruntersuchung bekommen.

Letzte Woche zum Termin machen dort angerufen und auf diese Woche vertröstet worden. Heute angerufen und mitgeteilt bekommen, dass das spezielle Kontrastmittel vor Januar nicht lieferbar ist. Also sollen wir uns im Januar wieder melden.

Das werden wir dann wohl nicht. Spätestens im April werden meine Frau und ich wieder tauschen, da lohnt sich die Untersuchung im Januar oder Februar nicht mehr wirklich.

Alles blöd!



Mit einem lachenden und einem weinenden Auge
Donnerstag, 8.Oktober 2009, 15:57
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haben wir heute den ganzen Vormittag auf die erlösende SMS gewartet. Voller Freude für die Peanuts, das der Weg zur Regenbogenfamilie heute dann endlich beendet ist. Jetzt stecken sie mittendrin! :lol:

Nachmittags dann Follischall gehabt bei meiner Frau, leider hat das Clomi bei ihr nicht ähnlich gute Brüteigenschaften wie seinerzeit bei mir. Nur ein Follikel, wenn auch ein sehr schön großer und ein wunderbar dreischichtiges Endometrium. Laut Frauenärztin heute oder morgen inseminieren und heute abend oder morgen früh auslösen.

Die Geburt von Peanut nehmen wir als gutes Omen und werden noch heute in den nächsten Versuch starten. Morgen vormittag auslösen und am Samstag nochmal nachlegen.

Ansonsten bin ich heute und morgen krankgeschrieben, nachdem ich tagelang Kopfschmerzen hatte (bisher auf das komische Wetter geschoben), bin ich, nachdem dann gestern stechende Ohrenschmerzen dazukamen  heute morgen doch mal unwillig zum Arzt. Ich habe eine wunderschöne Mittelohrentzündung. Super! Solche Dinge habe ich seinerzeit als Kind nicht angeschleppt, aber nun als Erwachsene mit einem unverständigen Chef im Hintergrund.

Dann werde ich mich später mal in die Küche begeben und was Feines zaubern. Wenn unser Spender schon so weit fahren und dann noch so schwer „Hand“ an sich legen muss, dann soll er wenigstens was Gescheites in den Magen bekommen. ;)



Schon vor dem Wochenende
Freitag, 25.September 2009, 7:33
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steht leider auch schon fest, dass uns die Mädels kein Glück gebracht haben. Da waren dann wohl schon alle Treffer für den Tag aufgebraucht…. 



Nachtcafe auf SWR von Freitag

ginge ja diesmal um das Thema „Projekt Wunschkind“ und wie Bärbel ja in Ihrem Blog verraten hat, war sie mit dabei. Wir hatten es am Freitag gesehen und nachdem jetzt auch die Wiederholungen auf den diversen Digitalsendern durch sind, ist es seit heute auch auf den Seiten des SWR als Video hinterlegt. (Klick aufs Bild)

nachtcafe

Ich fand den Beitrag von Bärbel klasse und bin sehr froh, dass sie sich dafür „hergegeben“ hat. Selbst bin ich für sowas nicht geschaffen. Ich würde kein Wort rausbekommen.

Die anschließende Diskussion war ganz gut und auch fair, ich kann jeden Standpunkt verstehen, auch wenn ich selbst anders handeln würde.

Wir hatten anschließend noch unsere Diskussion darüber, WIEWEIT wir gehen würden. Wahrscheinlich aber schon aus dem Grund nicht ganz soweit, weil uns als Lesbenpaar doch relativ häufig ein Riegel vorgeschoben wird. Ich meine gelsen zu haben, das Tschechien unsereins eh nicht behandelt.

Wer mich geärgert hat, war das Spenderkind. Ich verstehe ihre Verärgerung. Mit Mitte 20 durch Zufall beim Sichten der Brieftasche des verstorbenen Vaters anhand der Blutgruppe festzustellen, dass er unmöglich der biologische Vater sein kann, das ist ohne Frage hart.

Aber genau das wird bei unseren Regenbogenfamilien nie passieren. Selbst wenn sich die Mütter für eine anonyme Samenspende entscheiden, aus welchen Gründen auch immer, diese Kinder wachsen von Anfang an mit dem Wissen um ihre Entstehung auf. Und dann haben diese Kinder auch meist kein Problem damit.



Termintipp!

Es ist ja noch eine Weile hin, aber es ist nie zu früh sich einen Tag im Terminplaner zu blockieren. ;)

Kinder, die aus Samenspende gezeugt wurden, in ihrer Entwicklung begleiten

Lesben & Schwule nehmen ihren Wunsch, mit Kindern zu leben, immer ernster und suchen nach Wegen, ihren Kinderwunsch umzusetzen – viele von ihnen mit Hilfe einer Samenspende von bekannten oder unbekannten Spendern. Je älter das Kind wird, desto deutlicher stellen sich die Fragen, wie eine Familie mit der Samenspende umgeht, welche Bedeutung der Samenspender für das Kind hat, ob sich die Gefühle zwischen Kind und Eltern ändern, wenn es aufgeklärt ist und mit welchen Reaktionen aus dem Umwelt zu rechnen ist, wenn die Kinder über ihre Zeugungsart sprechen.
Zu diesen und anderen Fragen berichtet und diskutiert mit uns Dr. Petra Thorn, die gemeinsam mit Lisa Herrmann-Green das Kinderbuch „Die Geschichte unserer Familie“ veröffentlicht und einen Ratgeber zur Familienbildung mit Spendersamen geschrieben hat.

Termin: 09.11.09, 19:30 Uhr
Ort: Plus, Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V.
Alphornstr. 2a
68169 Mannheim
Leitung: Dr. Petra Thorn, Margret Reipen