2 Mamas auf dem Weg zur Regenbogenfamilie


Karlsruhe bestätigt das (Stiefkind)Adoptionsrecht

und setzt damit ein hoffentlich deutliches Signal zum kompletten Adoptionsrecht.

Stiefkindadoption bei Homo-Partnern offenbar verfassungsgemäß

Karlsruhe/Berlin (ddp). Die Stiefkindadoption bei homosexuellen Lebenspartnern ist offenbar mit dem Grundgesetz vereinbar. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts hervor. Die Karlsruher Richter verwarfen eine Vorlage des Amtsgerichts Schweinfurt, das die seit Januar 2005 geltende Regelung im novellierten Lebenspartnerschaftsgesetz für verfassungswidrig hielt. Die Richtervorlage sei aus formalen Gründen unzulässig und darüber hinaus auch nicht ausreichend begründet.

Die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sieht in dem Beschluss «deutliche Signale aus Karlsruhe». Die Entscheidung bekräftige das Recht von Homosexuellen in Lebenspartnerschaften, das leibliche Kind des Partners zu adoptieren, sagte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion. Die FDP fordere die Union und besonders die CSU auf, «die gesellschaftlichen Realitäten endlich anzuerkennen und ihren Widerstand gegen ein volles Adoptionsrecht von Lebenspartnern aufzugeben». (mehr…)



Familie ist mehr

CCI08082009_00001war dieses Jahr das Motto unseres Christopher Street Days. Passend zum Thema sind ja in diesem Jahr erstmals ganz bewusst und an Position 2 im Zug deutlich sichtbar 4 Regenbogenfamilien und ein paar Paaare die es noch werden wollen als Vertretung unserer Ilse Rhein-Neckar mitgelaufen. Für unsere recht junge Ilse waren wir mit 17 Personen doch erfreulicher Weise zahlreich vertreten.

Mit 20 Wagen- bzw. Zugnummern ein deutlich kürzerer Zug als zu den Anfängen des Mannheimer CSD.  55.000 Zuschauer am Wegesrand die sicher nicht extra zum CSD in die Innenstadt gepilgert wären, zugute kam uns bestimmt der Termin am Samstag zur besten Shoppingzeit. Wie immer, wenn ich beim Zug selbst mitlaufe, bekommt man selbst von den einzelnen Zugnummern nicht viel mit. Aufgefallen sind mir aber die vielen Wagen der einzelnen Parteien. Verständlich im Bundeswahljahr. Nervig trotzdem. Sogar die Union hat sich getraut :roll: , zwar nicht als Zugnummer, aber doch als Stand beim anschließendem Regenbogenfest im Schneckenhoff  des Mannheimer Schloßes. „Schwule und Lesben in der Union.“ Für mich eine absolute Lachnummer. Haben wir doch sogar in unserer Ilse-Gruppe einen aktiven CDUler. Das wir keine Freunde sind, muss ich nicht extra betonen, oder?
Fazit war: Wir hätten Unmengen mehr Flyer haben können. Dabei hatte ich von Elke Jansen vom LSVD schon viele zugeschickt bekommen. Sehr gut angekommen waren die Postkarten „Wer ist Familie“. Besonders gern habe ich die den älteren Zuschauern am Rand in die Hand gedrückt. Deutlicher geht Ungleichbehandlung  ja nicht ohne viele Worte zu darzustellen.  ;)

Fazit war auch: Wir brauchen bis nächstes Jahr dringend eigene Ilse-Flyer. Oft wurden wir nach unserer Gruppe gefragt und hätten dann gern was Visuelles mit unseren Kontaktdaten in die Hände gedrückt. Da muss ich Pat mal fragen, wo und wie die ihre Flyer gemacht haben.

mogensonntagIn der Sonntagsausgabe einer hiesigen Tageszeitung war heute auch schon promt ein Artikel über die gestrige Parade.  Unsere Ilse-Gruppe wurde sogar mit einem 2,5Zeiler erwähnt. ;)

Nun auch online und noch schnell nachgereicht:

Den ganzen Artikel als und der Link zur Quelle.



Felix-Rexhausen-Preis verliehen

In diesem Jahr gehen die Preise an Christine Schön und Frank Stocker für ihre Beiträge um Schwul-lesbisches Leben.

Besonders gefällt mir der Beitrag „Wenn Liebe nur Nachteile bringt“ in der Welt am Sonntag vom Frank Stocker.

Der Journalist zeigt in seinem Beitrag

welche teils drastischen finanziellen Nachteile eine Verpartnerung im Zuge der sogenannten Homo-Ehe mit sich bringt. Am Beispiel eines schwulen und zweier lesbischer Paare macht der Autor konkret, in welchen Bereichen eingetragene Lebenspartner mit Ehepaaren gleichgestellt werden und wo eben nicht. Gerade die Ungleichbehandlung in finanziellen Dingen erweist sich als so eklatant, dass man hier nur von einem Skandal sprechen kann.
Frank Stocker ist ein handwerklich solides Feature gelungen, welches das Thema in schnörkellos-sachlicher und immer verständlicher Sprache umfassend ausleuchtet. Für homosexuelle Leserinnen und Leser hat der Beitrag einen hohen Nutzwert – für alle anderen hat er einen hohen Erkenntnisgewinn. Die Jury war beeindruckt von der Souveränität und Leichtigkeit, mit der Frank Stocker Information, Service und politische Analyse verknüpft. Bemerkenswert erscheint zudem, dass der Autor gerade in einem bürgerlich-konservativen Medium unmissverständlich herausgearbeitet hat, wie im Gesetzgebungsprozess der Gedanke einer gleichgeschlechtlichen Ehe politisch zerrieben wurde: Vom Anspruch auf Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften sind am Ende nur noch die Pflichten im Gesetz gelandet – aber viele Rechte auf der Strecke geblieben. So beinhaltet dieses hervorragend recherchierte, sachlich argumentierende Feature eine große gesellschaftspolitische Sprengkraft, die es unbedingt zu würdigen gilt.

Felix-Stockhausen-Preis.



Für gleichgeschlechtliche Paare bleiben die Standesämter verschlossen

Brigitte Lösch: Das Land macht sich lächerlich vor aller Welt

Stuttgart, 17.06.2009
Die sozial- und familienpolitische Sprecherin der Grünen Brigitte Lösch hat das heute im Landtag mit den Stimmen von FDP und CDU verabschiedete Ausführungsgesetzes zur Lebenspartnerschaft kritisiert: die landesrechtliche Zuständigkeit für die eingetragene Lebenspartnerschaft bei den Landkreisen wurde zementiert. „Während bundesweit mit dem Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts die Standesämter auch für die Eintragung von Lebenspartnerschaft zuständig wurden, nutzt Baden-Württemberg die föderale Länderöffnungsklausel für eine kleingeistige Verbannung gleichgeschlechtlicher Paare in schmucklose Landratsamtszimmer und macht sich damit vor aller Welt lächerlich“, so Brigitte Lösch in der Debatte. Nur zwei Bundesländer mauern – außer Baden-Württemberg verschließt auch Thüringen die Türen seiner Standesämter für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften. …

Wir haben ja Ende letzten Jahres lange überlegt, ob wir nicht doch noch warten sollen mit der Verpartnerung. Ob sich für uns mit dem Personenstandreformgesetz  nicht doch auf einmal die Standesämter öffnen?

Aber es bleibt alles beim alten: Solange wir Lesben und Schwule nicht in einer der kreisfreien Städte wohnen, solange müssen wir uns hier in BaWü weiterhin in drögen Landratsamtskabuffs verlebenspartnern.



Israel: Schwules Paar darf nach 14 Jahren adoptieren

pdf1queer.de – Israel-Schwules Paar darf nach 14Jahren adoptieren (12.März 2009)

Schön so, auf das das alsbald auch mal nach Deutschland schwappt! Irgendwann werden wir hier in Deutschland auch mal als Paar adoptieren dürfen.

Aber was ich nicht verstehe ist dieser Passus :

Nach Angaben der Zeitung „Haaretz“ hat damit in Israel erstmals ein schwules Paar ein Kind adoptiert. Bislang sei das nur lesbischen Paaren erlaubt worden.

Diskrimieren die in Israel nun schon differenziert? Adoptieren dürfen die Lesben und Schwule dürfen das nicht? Sind Schwule die schlechteren Eltern? Pflegeeltern ja, Adoptiveltern nein?



Update zu Fundstücken in Sachen Regenbogenpresse.

Hier hatte ich es ja schon groß angekündigt, nun sind sie freigeschaltet.

Alles was ich bisher gefunden habe zum Thema Regenbogenfamilie in der Presse.

In der Seitenleiste unter Regenbogenpresse zu finden!