2 Mamas auf dem Weg zur Regenbogenfamilie


Für die bayrische Justizministerin zählt das Wohl der Kinder nicht

Nicht, dass aus der Rücknahme noch falsche Schlüsse gezogen werden:

„Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat davor gewarnt, aus der Rücknahme des bayerischen Normenkontrollantrags gegen die Stiefkindadoption falsche Schlüsse zu ziehen. Sie werde Ehe und Familie weiterhin gegen eine schrittweise Gleichsetzung mit der Lebenspartnerschaft verteidigen. Eine Volladoption durch Lebenspartner werde es mit ihr nicht geben.

Quelle: Pressemiteilung beim LSVD





Aller Anfang ist klein – aber bunt
Sonntag, 9.August 2009, 23:45
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Zum diesjährigen Christopher Street Day „Rhein-Neckar“ wehte, dem regionsübergreifenden Namen dieses Eregnisses geschuldet, auch erstmals über dem Heidelberger Rathaus die Regenbogenfahne.

In der gestrigen Ausgabe der namensgleichen Tageszeitung war dann auch promt ein Artikel über das Probe hissen am Freitag drinnen.

„Eigentlich soll die Fahne nur am Samstag und Sonntag, dem CSD-Wochenende, wehen, das gestrige „Probehissen“ war keinesfalls, wie man meinen könnte, Erichsons Eitelkeit geschuldet, dass beim regulären Samstagshissen auch alles vorzüglich klappt. Erichson musste tatsächlich das Hissen üben, denn am heutigen Samstag ist im ganzen Rathaus kein Hausmeister da, der ihm erklären könnte, wie der Stoff an den Fahnenmast kommt.

Und Heidelberg wäre nicht Heidelberg, wenn alles beim ersten Anlauf geklappt hätte: Erst war kein Querbalken zum Aufhängen da, dann wurde die Fahne, die Erichson auf eigene Kosten angeschafft hatte, den endlos langen Mast hochgezogen und flattert eine Weile ein bisschen sehr verloren und ziemlich mickrig im Wind. Irgendwie putzt der zwei auf einen Meter lange Regenbogen den Zwölf-Meter-Masten so gar nicht. „Fürs erste Mal sind wir steigerungsfähig, das ist ein kleiner Anfang“, macht sich Erichson Mut und schwärmt von den 60-Meter-Fahnen in San Francisco (und denkt vielleicht heimlich, ob die Mannheimer nicht doch mit einer richtig imposanten Fahne vor deren Rathaus den Heidelbergern am Ende den schwulen Schneid abkaufen).“

Während ich noch tief durchatme, ob der Tatsache, dass unser schwuler Heidelberger  Integratiosbürgermeister eben diese Fahne aus eigener Tasche bezahlen musste, bin ich nach dem kompletten Durchlesen des Artikels am überlegen, ob dieser Beitrag lediglich das freitägliche Probe hissen eben dieser Fahne verständlicher Weise lächerlich findet, oder die ganze Aktion der Regenbogenfahne übder dem Rathaus negiert.

Den ganzen Artikel gibts hier als und hier ist die Quelle.



Familie ist mehr

CCI08082009_00001war dieses Jahr das Motto unseres Christopher Street Days. Passend zum Thema sind ja in diesem Jahr erstmals ganz bewusst und an Position 2 im Zug deutlich sichtbar 4 Regenbogenfamilien und ein paar Paaare die es noch werden wollen als Vertretung unserer Ilse Rhein-Neckar mitgelaufen. Für unsere recht junge Ilse waren wir mit 17 Personen doch erfreulicher Weise zahlreich vertreten.

Mit 20 Wagen- bzw. Zugnummern ein deutlich kürzerer Zug als zu den Anfängen des Mannheimer CSD.  55.000 Zuschauer am Wegesrand die sicher nicht extra zum CSD in die Innenstadt gepilgert wären, zugute kam uns bestimmt der Termin am Samstag zur besten Shoppingzeit. Wie immer, wenn ich beim Zug selbst mitlaufe, bekommt man selbst von den einzelnen Zugnummern nicht viel mit. Aufgefallen sind mir aber die vielen Wagen der einzelnen Parteien. Verständlich im Bundeswahljahr. Nervig trotzdem. Sogar die Union hat sich getraut :roll: , zwar nicht als Zugnummer, aber doch als Stand beim anschließendem Regenbogenfest im Schneckenhoff  des Mannheimer Schloßes. „Schwule und Lesben in der Union.“ Für mich eine absolute Lachnummer. Haben wir doch sogar in unserer Ilse-Gruppe einen aktiven CDUler. Das wir keine Freunde sind, muss ich nicht extra betonen, oder?
Fazit war: Wir hätten Unmengen mehr Flyer haben können. Dabei hatte ich von Elke Jansen vom LSVD schon viele zugeschickt bekommen. Sehr gut angekommen waren die Postkarten „Wer ist Familie“. Besonders gern habe ich die den älteren Zuschauern am Rand in die Hand gedrückt. Deutlicher geht Ungleichbehandlung  ja nicht ohne viele Worte zu darzustellen.  ;)

Fazit war auch: Wir brauchen bis nächstes Jahr dringend eigene Ilse-Flyer. Oft wurden wir nach unserer Gruppe gefragt und hätten dann gern was Visuelles mit unseren Kontaktdaten in die Hände gedrückt. Da muss ich Pat mal fragen, wo und wie die ihre Flyer gemacht haben.

mogensonntagIn der Sonntagsausgabe einer hiesigen Tageszeitung war heute auch schon promt ein Artikel über die gestrige Parade.  Unsere Ilse-Gruppe wurde sogar mit einem 2,5Zeiler erwähnt. ;)

Nun auch online und noch schnell nachgereicht:

Den ganzen Artikel als und der Link zur Quelle.



Felix-Rexhausen-Preis verliehen

In diesem Jahr gehen die Preise an Christine Schön und Frank Stocker für ihre Beiträge um Schwul-lesbisches Leben.

Besonders gefällt mir der Beitrag „Wenn Liebe nur Nachteile bringt“ in der Welt am Sonntag vom Frank Stocker.

Der Journalist zeigt in seinem Beitrag

welche teils drastischen finanziellen Nachteile eine Verpartnerung im Zuge der sogenannten Homo-Ehe mit sich bringt. Am Beispiel eines schwulen und zweier lesbischer Paare macht der Autor konkret, in welchen Bereichen eingetragene Lebenspartner mit Ehepaaren gleichgestellt werden und wo eben nicht. Gerade die Ungleichbehandlung in finanziellen Dingen erweist sich als so eklatant, dass man hier nur von einem Skandal sprechen kann.
Frank Stocker ist ein handwerklich solides Feature gelungen, welches das Thema in schnörkellos-sachlicher und immer verständlicher Sprache umfassend ausleuchtet. Für homosexuelle Leserinnen und Leser hat der Beitrag einen hohen Nutzwert – für alle anderen hat er einen hohen Erkenntnisgewinn. Die Jury war beeindruckt von der Souveränität und Leichtigkeit, mit der Frank Stocker Information, Service und politische Analyse verknüpft. Bemerkenswert erscheint zudem, dass der Autor gerade in einem bürgerlich-konservativen Medium unmissverständlich herausgearbeitet hat, wie im Gesetzgebungsprozess der Gedanke einer gleichgeschlechtlichen Ehe politisch zerrieben wurde: Vom Anspruch auf Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften sind am Ende nur noch die Pflichten im Gesetz gelandet – aber viele Rechte auf der Strecke geblieben. So beinhaltet dieses hervorragend recherchierte, sachlich argumentierende Feature eine große gesellschaftspolitische Sprengkraft, die es unbedingt zu würdigen gilt.

Felix-Stockhausen-Preis.



Die verqueere Situation mit dem Geburtsurkunden betrifft uns ja leider noch nicht

aber in verschiedenen Blogs wurde ja schon davon berichtet.

Eben erreichte mich folgende Rundmail von Elke Jansen:

Liebe Freundinnen und Freunde,

derzeit treiben die neu ausgestellten Geburtsurkunden im Rahmen von Stiefkindadoptionen verrückte Blüten und geben berechtigt Anlass zum Ärger. Ich danke erst einmal allen von euch, die mich so ausgiebig mit Musterurkunden bestückt haben, so dass wir uns ein gutes Bild von der aktuellen Sachlage machen konnten.

(mehr…)



Artikel und Streitgespräch in der Taz
Sonntag, 7.Juni 2009, 23:54
Gespeichert unter: 2 Mamas, Die Welt da draußen, Diskriminierung, Ich, Regenbogenfamilien

Politikerinnen für Regenbogenfamilien

Auch zehn Jahre nach Einführung der Homo-Ehe dürfen schwule und lesbische Partner keine Kinder adoptieren. Politikerinnen wie die Grüne Göring-Eckardt wollen das endlich ändern.

Link zum Artikel. Artikel als pdf1

Sollen schwule und lesbische Paare Kinder adoptieren dürfen?

FAMILIENPOLITIK Schwule und Lesben besitzen noch immer nicht die gleichen Rechte

Link zum Artikel. Artikel als pdf1

Beachtet bitte beim Freitagsartikel die Kommentare!