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Ja, wie heisst es denn nun?
Wir haben uns heute mal ganz unverbindlich in unserem Rathaus nach den Modalitäten für unseren Bund fürs Leben erkundigt. Zu lachen hatte ich dann nix mehr.
Ich muss sagen, wir haben uns für die falsche Wohngegend entschieden!
Weder dürfen wir in das niegelnagelneue, schliesslich auch mit unseren Steuergeldern finanzierte Turmtrauzimmer, nein wir dürfen uns gar nicht in unserem Wohnort verlebenspartnern. Wir werden gezwungen, diesen doch schönsten Tag im Leben, in unserem zuständigen Landratsamt, ein paar Orte weiter, in einer Amtstube vor einer niederen Verwaltungsbeamten zu begehen.
ZUR INFO: Unser Wohnort grenzt direkt an Heidelberg, nur zählen wir zum Rhein-Neckar-Kreis und nicht zur Stadt. In Heidelberg stehen Begründern einer Lebenspartnerschaft die gleichen feierlichen Orte zur Verfügung wie “normalen” Hochzeiten auch. Wir wohnen halt auf der falschen Seite vom Ortsschild.
Mir wurde noch eine Telefonnummer vom Landratsamt in die Hand gedrückt und das wars dann…:(
Morgen werde ich dort anrufen.
Aber ich weiss jetzt schon, diesen Tag hatte ich mir anders vorgestellt!
13 Kommentare bis jetzt
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Ich weiß genau was du meinst. In Freiburg ist es (soweit ich weiß) auch möglich, sich auf dem Standesamt verlebenspartnern zu lassen. Im Landkreis nebenan, wo wir sind, geht das nicht. Wir durften auf’s Ordnungsamt, ein paar Zimmer neben der Ausländerbehörde. Extrem unromantisch. Vorallem weil wir die Ausländerbehörde mit viel Stress und Nerverei verbinden, denn da durften wir uns auch genug aufhalten!
Kommentar von Bärbel Dienstag, 13.Mai 2008 @ 19:04Wir durften uns für ganz Thüringen damals nur in Weimar im ehemaligen Gauforum verpartnern lassen. Da das eh nur eine fixe vier Mann Show war, war das für uns kein Problem. Die Anfahrt war dann auch für alle gleich lang. Nur wenn es wirklich ein feierlicher Tag sein sollte, dann war das dort definitiv eine Niete. Mittlerweile sind, soweit ich weiß, thüringenweit die Standesämter geöffnet. Und mit den Ausländerbehörden lief irgendwie auch immer alles reibungslos. Aber verpartnern lassen, müsste ich mich auch bei einer vier Mann Show da in der Nähe nicht unbedingt.
Kommentar von Pat Dienstag, 13.Mai 2008 @ 21:38Größer wird die Show bei uns auch nicht, wenn überhaupt.
Trotzdem hab ich mir da schon was anderes vorgestellt. Neulich war in unserer Zeitung ein Bild vom neuen Trauzimmer hier im Ort.*soifz* Damals annoknips waren 2 Freundinen von uns das allerallererste Paar, welches sich in Heidelberg verpartnern ließ, im wunderschönen Trauzimmer.*schmacht*
Kommentar von schokojule Dienstag, 13.Mai 2008 @ 22:09Sowas hab ich dann als Ambiente im Hinterkopf.
Aber das ist doch echt unglaublich, wir werden gezwungen uns im Ordungsamt oder Gauforum
zu verpartnern. Das finde ich so entwürdigend.
Kommentar von schokojule Dienstag, 13.Mai 2008 @ 23:14Wir haben uns 2002 verpartnert. Damals musste wir uns in Weimar verpartnern lassen. Nachdem aber Bayern mit Thüringen im Schlepptau vor dem Verfassungsgericht gescheitert ist, wurden hier, erstaunlicherweise die Standesämter geöffnet. Was BW da macht finde ich, gelinde gesagt, abartig. Also ein Bundesland sollte es schon hinbekommen, dass das einheitlich geregelt ist. Aber vielleicht versucht ihr es mal mit einer Beschwerde. Oder klingelt den LSVD mal an. Dazu ist der ja schließlich da. Das ist so schwierig da da ja jede Kommune geläutert werden muss.
Kommentar von Pat Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 12:10Keine Ahnung was ich machen soll. Der Alptraum geht ja weiter.
Kommentar von schokojule Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 12:27Aber der Tipp mit dem LSVD zumindest mal eine Option. Ob die was machen (können) sei dahingestellt. Aber bekannt werden muss sowas doch!
Ja auf jeden Fall. Bei uns hat sich der Mensch zig Mal entschuldigt, dass er uns leider keinen anderen Rahmen bieten kann.
Kommentar von Pat Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 13:26Ich muss mich deinem Ärger anschließen. Ich finde es mehr als nur diskriminierend, dass homosexuellen PartnerInnenschaften derart Steine in den Weg gelegt werden.
Aber immerhin ist es in Deutschland längst möglich, die homosexuelle PartnerInnenschaft “registrieren” zu lassen. In Österreich wird seit Jahren darum gestritten, dass ungleiches nicht gleich behandelt werden darf, da ja sonst die “heilige” Ehe zw. heterosexuellen Menschen, Schaden nimmt.
Mittlerweile möchten einige Parteien die “Eingetragene Lebenspartnerschaft” ermöglichen, doch wird auch hier gestritten, wo dies zu erfolgen hat. Eine der zwei Regierungsparteien sagt, dass dies auf keinem Fall am Standesamt (nur für “hetero”-Ehe) sondern beim Notar (und zwar formlos) zu erfolgen hat. Sollte die “Homo-Ehe” kommen, sind Rechte und Pflichten in keinster weise gleich, sondern diskriminierend formuliert.
Kurz: Das ganze Theater ist einfach nur traurig… Somit heißt’s: “Weiter warten!” ;-(
Kommentar von oliverritter Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 16:11Hat einer von euch noch einen Zweitwohnsitz in einem anderen Bundesland, in dem die Regelung anders ausfällt? Das hatten wir uns nämlich als Alternative überlegt, aber wir hatten Glück und wie Bärbel schon schrieb, in Freiburg durften wir ins Standesamt.
Kommentar von Freya Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 19:57LG und Viel Glück
@Freya
hat sich jetzt zu ihren Eltern zurückgemeldet. Der Gedanke hat was, aber leider weiss ich nicht wie wir das bewerkstelligen sollen.
Kommentar von schokojule Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 21:59Leider nein, Eine Kollegin meiner NochNichtFrau
Ja, Ihr hattet Glück. Wir sind letztes Jahr erst hierhergezogen. Vorher hatten wir auch immer nur in kreisfreien Städten gewohnt. Die dürfen selber entscheiden.
Und wenn eine von Euch sich zeitweise bei Freunden meldet? Wie wäre es denn dann?
Kommentar von Pat Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 22:28Ich muss klären ob dazu auch ein Zweitwohnsitz reicht. Hauptwohnsitz ist mir zu aufwändig. Aber ich glaube wir warten dann erst noch ab und machen es nächstes Jahr mit Babybauch! *hoff*
Kommentar von schokojule Mittwoch, 14.Mai 2008 @ 22:47So war es ja auch abgesprochen.
Auf’s Ordnungsamt???
Kommentar von bartynova Donnerstag, 15.Mai 2008 @ 15:20Ich bin geplättet, wegen Unwissenheit. Ich wusste nicht, dass in diversen deutschen Gegenden immer noch nicht die herkömmlichen Trauorte genutzt werden dürfen. Eine Schande ist das!
An der Stelle kann ich Berlin lobend erwähnen, wir durften im Trauzimmer des Schöneberger Rathauses heiraten. Allerdings wurde uns gesagt, dass wir nur an einem Freitag nachmittag getraut werden könnten, denn nur dann würden Homopaartnerschaften getraut.???